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 HEROIN

HEROIN ist ein durch chemische Prozesse aus dem Rohopium des Schlafmohns (Papaver somniferum L.) gewonnenes Pulver mit betäubender und zugleich euphorisierende Wirkung. Heroin gehört zu den illegalen Suchtmitteln, deren Besitz sowie dessen Handel nach dem Betäubungsmittelgesetz verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden.

    

Abhängigkeit und Konsumformen: 

Heroin gilt als da wirksamste, sowohl körperliche wie auch psychische Abhängigkeit erzeugende Suchtmittel, das derzeit bekannt ist. Je nach individuellen Einflussfaktoren kann sich bereits nach kurzzeitigem regelmäßigem Heroinkonsum eine Abhängigkeit mit allen Folgeerscheinungen herausbilden. Heroin wirkt durchaus stärker und mit wesentlich kürzerer Wirkdauer als Morphin.

In Deutschland wird das Heroin vor allem intravenös injiziert, während in anderen Ländern wie etwa Großbritannien und den Niederlanden vermehrt auf Folie geraucht oder geschnupft wird. Aus Angst vor Infektionen nehmen jedoch auch hier diese Konsumformen immer mehr zu. Hierbei  bleibt jedoch der für intravenöse Verabreichung typische flash, - das augenblicklich spürbare Hochgefühl – aus, und aufgrund der geringeren Wirksamkeit sind größere Mengen Heroin erforderlich. 

Bei bestehender Abhängigkeit benötigen Heroinkonsumenten zwischen 0,5 und 3g Heroin pro Tag, verteilt auf drei oder mehr Injektionen, die bei Nichtgewöhnung mehrfach tödlich wirken würden. 

Die Wirkungen:

Bei intravenöser Injektion erreicht der Wirkstoff über die Blutbahn sehr rasch das Gehirn und wirkt unmittelbar auf das zentrale Nervensystem.

Heroin wirkt in der Regel beruhigend, entspannend und schmerzlösend, gleichzeitig bewusstseinsmindernd und stark euphorisierend. Die geistige Aktivität wird gedämpft und negative Empfindungen wie Angst, Unlust und Leere werden beseitigt. 

Die Risiken:

Neben dem Risiko einer sich rasch einstellenden Abhängigkeit, sind mit dem Heroinkonsum auch eine Reihe akuter Risiken verbunden. So besteht ein nur geringer Spielraum zwischen Verträglichkeit und toxischer (giftig wirkender) Wirkung, die bereits bei 5 mg einsetzt, wenn jemand nicht an die Substanz gewöhnt ist. Auch eine zuvor gewohnte Dosis kann nach kurzzeitigem körperlichen Entzug bereits zu schwerwiegenden bis tödlich endenden Komplikationen führen., ebenso wie auch anhaltender Heroinkonsum mit einer tödlichen Vergiftung enden kann. 

Die Folgeschäden: 

Im Zusammenhang mit der speziellen Verabreichungsform des Spritzens und der allgemein gesundheitsbelastenden Lebensweise Heroinabhängiger kommt es zu zahlreichen körperlichen Folgeschäden. Zu den häufigsten gehören Leberschäden sowie Magen- und Darmstörungen bis hin zum Darmverschluss, starke Gebisssveränderungen durch Karies und Zahnausfall sowie Erkrankungen der Atemorgane. Durch die intravenöse Verabreichung kommt es zu Abszessen oder Entzündungen von Lymphgefäßen oder Zellgewebe sowie zu schweren Schädigungen der Venen und des Herzens. 

Wie auch bei der Droge Kokain sind neben diesen schwerwiegenden körperlichen Folgen vor allem Veränderungen der Persönlichkeit und der sozialen Situation verbunden. Im Zusammenhang mit dem starken Konsum der Droge stehen häufig Beschaffungskriminalität und Prostitution, was innerhalb kurzer Zeit zu Verwahrlosung und sozialer Isolation führt.


(Quelle: DHS, Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e.V.)