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 Über Rückmeldungen bzw. Anregungen oder Erfahrungen bedanke ich mich bereits jetzt. 


CHRISTIAN WULF

25.02.2017
20:41
Ich bin Alkoholkrank!
In meinem Elternhaus, meiner Familie und Freundeskreis war das Trinken von Alkohol die normalste Sache der Welt.
Ich selbst habe durch das probieren von Alkohol in meinen Kinderjahren eine für mich positive Erfahrung gemacht (es war so schön warm in meinem Bauch) und somit den Weg für meinen krankhaften Alkoholkonsum vorbereitet.
Mein normales Trinkverhalten passte absolut in die Gesellschaft----so dachte ich.
Die Feuerwehr braucht Männer die auch ohne Wasser löschen können------so dachte ich.
Mit dem Chef nach Feierabend hochprozentigen Alkohol trinken kann nur positiv für mich sein------so dachte ich.
Es war so weit: Der Alkohol hatte mich fest im Griff.
Ich trank heimlich denn das Pensum was öffentlich als normal gilt reichte für mich nicht mehr. Zum Schluss trank ich über den ganzen Tag um meinem Alkoholspiegel nicht abreißen zu lassen.
Ich funktionierte noch, aber wie lange sollte das noch gut gehen?
Promillegrenzen beim Führen von Kraftfahrzeugen während der Arbeit oder Freizeit existierten für mich nicht mehr. Der Führerscheinentzug war nur eine Frage der Zeit.
Der Führerscheinentzug, die Reaktion von Arbeitgeber und Ehepartner (sie müssen etwas tun) veranlassten mich eine Entgiftung im Krankenhaus zu machen. Ein erster Schritt war getan.

Die Suche nach einer Therapiegruppe zum Wiedererlangen der Fahrerlaubnis brachte mich zum Sucht- und Lebenshilfe e.V..
Erst hier im Verein habe ich die Ehrlichkeit zu mir und meiner Krankheit gefunden.
Ich habe dem Verein, der Gruppe und Wolfgang viel zu verdanken.
Danke Wolfgang, dass du mir diesen alkoholfreien Weg gezeigt hast.
P.S.: viele neue Teilnehmer sehen uns langjährige Vereinsmitglieder und meinen es scheint ja zu helfen hierher zu kommen. Seid Euch sicher, es ist der einzige Weg zu einem dauerhaften alkoholfreien Leben.

ALEXANDER SCHUMACHER

25.02.2017
20:40
„Bäh ist das eklig“, dachte ich mir und schluckte den ersten Sekt meines Lebens nur widerwillig hinunter.
Es war eine Party mit meinen Schulfreunden und ich war 14 Jahre alt.
Ein älterer befreundeter Mitschüler hatte uns etwas Alkohol besorgt, weil ja alle in dem Alter irgendwann damit anfingen.
Wer es nicht tat war nicht cool, gehörte nicht dazu.
Egal was wir tranken, nichts davon hat auch nur ansatzweise geschmeckt, aber die Wirkung die war sofort da.
Alle wurden lustig und hätte ich damals geahnt welche Folgen das für mich hat, ich hätte wie heute abgelehnt.
Von da an hatte mich der Alkohol immer ein bisschen mehr im Griff.
Aus gelegentlichen Treffen mit Freunden, wo nur ein wenig getrunken wurde, wurden im Laufe der Jahre geplante Saufpartys, die so gut wie jedes Wochenende stattfanden.
Und jedes Mal nachdem ich nach einer durchzechten Nacht wieder aufwachte schwor ich mir nie wieder zu trinken…Am Tag darauf sagte ich mir…Ok Du trinkst nie wieder sooo viel…Und spätestens am darauf folgenden Wochenende war alles wieder wie vorher.
Der Alkohol hatte immer mehr Besitz von mir ergriffen.
Irgendwann machte ich den Führerschein und schwor niemals zu trinken, wenn ich fahre.
Auch diesen Grundsatz habe ich sehr schnell über den Haufen geworfen.

Mit 20 Jahren kam dann mein erster Autounfall unter Alkoholeinfluss.
Es war nachts auf einer nur spärlich befahrenen Landstraße. Ich fuhr gerade durch eine langgezogene Rechtskurve und landete im Graben.
Ohne Verletzung schaffte ich es aus dem Wagen zu kriechen und meine Mutter anzurufen.
Weil mich niemand gesehen hatte stellte sich mein Vater schützend vor mich und sagte ihm sei ein Reh vor das Auto gelaufen. Er nahm mir den Führerschein für ca. ein ¾ Jahr weg.
Aber sonst passierte mir nichts. Ich war unverletzt, die Versicherung bezahlte und nach einem Jahr saß ich in einem neuen Wagen mit der Absicht von nun an alles besser zu machen.
2 Jahre ging es gut bis zum nächsten Unfall unter Alkohol.
Ich kann nicht sagen wie oft ich in diesen 2 Jahren alkoholisiert gefahren bin.
Ich hätte jedes Mal den Führerschein abgeben müssen, aber es ging ja gut.
Im Frühling 2005 überschlug ich mich mit meinem Wagen nachdem ich von einer Party nach Hause fahren wollte und keiner es schaffte mich aufzuhalten.
Wie ein Wunder blieb ich wieder unverletzt, konnte aber dieses Mal nicht aus dem Autowrack raus, wofür ich heute dankbar bin.
Im Krankenhaus wurden 2,2 Promille Alkohol festgestellt. 1 Jahr Führerscheinentzug, MPU und viel zu bezahlendes Geld für ein Auto das ich nicht mehr hatte waren die Folge.
Durch die geforderte MPU wurde ich auf die Sucht und Lebenshilfe und Wolfgang aufmerksam, weil meine Eltern zu dieser Zeit in Bad Schwartau lebten.
Der Schritt über die Schwelle war hart, weil ich dachte „ich bin doch kein Alkoholiker…das sind die die unter der Brücke leben…“
Durch regelmäßige Besuche und lange Gespräche mit Wolfgang über mich durfte ich mich mit Mitte 20 endlich selber kennenlernen.
Mir ist irgendwann klar geworden, dass es um mehr geht als nur meinen Führerschein.
Ich habe erkannt alkoholkrank zu sein. Dabei hat Wolfgang mir geholfen und ich bin ihm dafür bis in alle Ewigkeit dankbar. Ich bin stolz, dass er mein Freund ist!
Heute bin ich seit über 5 Jahren trocken und hätte mit Sicherheit nicht das erreicht was ich habe.
Das sind meine Frau und Familie, die ich über alles liebe, ein toller Job und jede Menge großartige Freunde, die mich in meiner Abstinenz unterstützen.

Ich denke von Woche zu Woche, um so alkoholfrei zu bleiben und der schönste Gedanke, den ich habe ist der, dass mein Kind (das ich hoffentlich bald haben werde) einen Vater haben wird, der keinen Alkohol trinkt.

JÜRGEN CORDS

25.02.2017
20:39
Während der Lehrzeit fing ich an Alkohol zu trinken. Zuerst waren es nur die Wochenenden, später auch in der Woche.
Dieses Leben mit Alkohol zog sich über Jahrzehnte hinweg, auch wenn es dazwischen alkoholfreie Zeiten gab.
27 Jahre Vereinsleben (Kleingarten) hatten auch zum Alkoholkonsum und Abhängigkeit beigetragen.
Auch die Warnungen der Familie und des Hausarztes, dass ich zu viel trinke,

wurde von mir nicht beachtet, denn ich konnte ja für einige Zeit aufhören.
Immer wieder versuchte ich ohne Hilfe aufzuhören, doch der Alkohol war stärker. Als ich 2007 zu Wolfgang und in die Gruppe kam und nach mehreren Gruppenabenden wurde mir bewusst wie abhängig ich bin.
In dieser Zeit merkte ich, das mir Wolfgang und die Gruppe half, mein Alkoholproblem auf zuarbeiten.
Heute bin ich Wolfgang und der Gruppe dankbar, denn ohne professionelle Hilfe
ist der Ausweg aus der Sucht nicht möglich.
Um einen Rückfall zu vermeiden besuche ich die Gruppe weiterhin, denn ein Leben ohne Alkohol ist für meine Familie und für mich wunderbar.

TORBEN  MOLL

25.02.2017
20:38
Ich habe getrunken, weil mich die Aufgaben im Alltag überforderten, und ich mich mit vielen Problemen alleine sah.
Der Bau meines Hauses und die Geburt meiner Tochter haben mich ans Limit gebracht, und nach jedem Schluck war die Welt doch wieder in Ordnung.
Das ich mich dadurch ständig in Lügengeschichten verstrickte merkte ich erst, als es fast zu spät war.
Ich weiß nicht, ob ich ohne eine feste Hand selbst soweit gewesen wäre diesen Weg zu gehen.
Jetzt nach Vier Jahren ziehe ich Bilanz und kann mit Gewissheit sagen, dass es der beste aber auch einzige Ausweg für mich war.
Die Gruppe und darunter besonders Wolfgang haben mir geholfen ein Leben ohne Alkohol überhaupt in Betracht zu ziehen, und auch zu leben.
Und das größte Problem, was ich nie so sah, war das trinken, was schon immer da war. Es wurde nur durch diese doch so anstrengende Zeit sichtbar, auch für mich.
Nun lebe ich ein Leben, was alle leben.
Ich streite nun über Dinge wie es doch alle tun, und ich höre nicht mehr die Frage: hast du getrunken???
Wie schön das Leben doch sein kann....
Ein herzliches Dank an die Gruppe....Torben & Katrin

ROSWITHA SIODLA

25.02.2017
20:37
Ich habe das erste Mal Alkohol auf meiner Konfirmation getrunken. Zur Feier des Tages durfte mit einem Glas Sekt anstoßen.
Später habe ich auf Feten oder am Wochenende in der Disco getrunken. Der Alkohol gehörte einfach zum Feiern und Fröhlich sein dazu.
Mir kam nie in den Sinn, irgendwann mal Probleme mit dem Alkohol zu bekommen.
Aber sie kamen: Bei Streitigkeiten in der Familie oder Stress in der Firma trank ich immer öfter Alkohol, erst abends, später auch am Tag.
Ich trank um besser einschlafen zu können, um abzuschalten, zum Stress abbauen oder einfach zum Entspannen. Ich dachte damals ohne Alkohol geht es nicht.
Diese Situation zog sich einige Jahre hin, mal trank ich mehr, mal weniger Alkohol. Irgendwann sagten meine Kinder zu mir: Bist du schon wieder betrunken, oder willst du schon wieder trinken. Sie hatten ja Recht und ich versuchte ohne Alkohol auszukommen.
Nach zwei gescheiterten Versuchen alleine den Alkohol wegzulassen, suchte ich mir Hilfe bei der Sucht-und Lebenshilfe.
Ich erfuhr, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, wie sie entsteht und verläuft und welchen Schaden sie anrichten kann. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch.
Ich fühle mich in der Gruppe sehr gut aufgehoben. Ich kann über alles reden und
werde mit meinen Problemen nie alleine gelassen.
Ich gehe seit nunmehr 8 Jahren einmal wöchentlich in die Gruppe und habe seit
dem nie wieder Alkohol getrunken.
Damals konnte ich mir ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen, heute kann ich mir ein Leben mit Alkohol nicht mehr vorstellen.

Oliver Mumm

30.01.2017
12:35
Moin Moin lieber Wolfgang ,
ich Danke Dir von ganzem Herzen für deinen unermüdlichen Einsatz.
Dank Dir ist es möglich ein lebenswertes Dasein zu führen und zwar ohne Alkohol und Drogen.
Bewertung: Fünf Sterne und den Daumen hoch !!!
Olli